Welches Glück man hat, stellt man oft auch im Vergleich fest. Zum Beispiel das Thema Schlüssel. Konkret: Schlüssel zur eigenen Wohnung – Übergabe an den (neuen) Freund. Habe darüber schon in zwei Blogs gelesen (hier und hier). Scheinbar kann das eine größere Sache sein, bei der es vieler Überlegungen und Gedanken sowie Gefühle bedarf, gepaart mit ‚was wäre wenn‘ und ’soll ich/soll ich nicht‘ bzw. ‚will ich/will ich nicht‘ und ‚was denkt er/sie dann‘.

Wie lief das bei R und mir ?
Es ist mitlerweile schon so lange her, aber ich glaube, wir haben schon nach ca. 2 Wochen die Schlüssel untereinander getauscht. Bzw. ich hab, und er mußte erst noch von seiner Vermieterin einen nachmachen lassen. Als er das erste mal bei mir war, hat er meinen Schlüssel bekommen. Das war überhaupt keiner längeren Überlegung wert, das war irgendwie völlig selbstverständlich. Natürlich drücke ich nicht jedem sofort den Schlüssel zu meiner Wohnung in die Hand, aber bei und für uns war es einfach ok.

Ich hab da aber nie ein großes Bahei drum gemacht, und meine jeweiligen Freunde ebenfalls nicht. Oftmals ergab es sich einfach aus Notwendigkeiten: man trifft sich Abends unter der Woche und einer hat früher Feierabend, da macht dann ein eigener Schlüssel viel Sinn.

Sehr viel mehr Gefühle liegen für mich im umgekehrten Prozedere – einen Schlüssel wieder zurück zugeben/bekommen. Dem geht ja normalerweise die Trennung vorraus. Mit der Rückgabe des Schlüssels hat das dann sowas endgültiges, definitives. Das tut dann nochmal extra weh.

R, ich hoffe, den Schlüssel zu meiner Wohnung gibst Du mir höchstens dann zurück, wenn wir ihn tauschen gegen einen Schlüssel für eine gemeinsame Wohnung !