Mittlerweile bin ich ein paar km mit meinem neuen Baby gefahren. Und bin nach wie vor hellauf begeistert 😀

Und zwar nicht nur von der wirklich enormen Beschleunigung, die er, wenn er (ich) will, an den Tag legen kann. Sondern mindestens genauso von den Assistenzsystemen.

ACC

Im Detail vom ACC – Adaptive Cruise Control. Das ist ein Tempomat mit Abstandsregelung, der Spurhalteassistent gehört auch dazu.

Das ist wirklich mega praktisch. Sobald der Verkehr etwas dichter wird aktiviere ich ihn, und das Auto fährt praktisch alleine. Beim Pendeln zur Arbeit unterstützt mich das hervorragend bei echt nervigen Stop-And-Go-Passagen (die zum Glück nicht immer, aber doch immer mal wieder vorkommen).

Auch hatte ich es gerade im Berufsverkehr schon öfter, dass die Autos vor mir aus ziemlich heiterem Himmel plötzlich stark bremsten. Nun kein Problem mehr, mein Auto kann das alleine abfangen.

Zudem sieht er viel besser (gerade bei Dunkelheit), ob die Bremslichter verheißen, dass die Autos vorne nahezu stehen, oder ob sie nur leicht die Geschwindigkeit reduzieren.

Was ich auch echt toll finde: Wenn ich das ACC übersteuere, also selber Gas gebe, aktiviert es sich wieder selbstständig, sobald ich vom Gas gebe. Der Tempomat in meinem alten Auto war dann immer aus und ich musste ihn manuell wieder anschalten.

Verkehrszeichen-Erkennung

Das war mir ein ganz wichtiges Feature: die Erkennung (und natürlich Aneige) von Verkehrszeichen. Wie oft fragt man sich: gilt die Geschwindkeitsbegrenzung hier noch, oder ist sie schon aufgehoben worden?

Virtual Cockpit
Virtual Cockpit (vor meiner Haustür sind keine Verkehrszeichen zu finden 🙂 )

Auch habe ich derzeit die Verkehrszeichenerkennung mit dem ACC gekoppelt. Auf meiner Pendelstrecke ist eine Baustelle. Dort sind erst 100 und dann 80 k m/h erlaubt. Mein Auto bremst also selbstständig nach Erkennen der 100 von meistens so um die 150 km/h (je nach Verkehrslage) runter, und kurz darauf dann auf die 80 km/h. Und genauso gehts danach wieder schneller. Er merkt sich auch, dass ich auf der freien Strecke 150 km/h eingestellt hatte.

Echt genial!

Spurhalte-Assistent

Ich habe ihn auch schon hands-free eine Kurve fahren lassen, zB. bei Autobahnauf/abfehrten mit mäßiger Geschwindigkeit und durchgezogener weißer Randlinie – klappt hervorragend. Was nicht ganz so flüssig funktioniert ist das automatische Spurhalten auf gerader Strecke bei gestrichelten Linien – da tendiert er manchmal zum „Kreuzen“, also hin- und herdriften zwischen den Linien. Aber das macht der Opel meines Mannes (oh wow, das fühlt sich noch soooo komisch an 🙂 ) auch.

Schlüssel-Less

Auch richtig praktisch ist die Keyless-Go-Funktion. Ich muss den Autoschlüssel nicht mehr rauskramen, sondern kann alles so handhaben: das Auto entriegelt, sobald ich mit Schlüssel näher komme (genau Entfernung habe ich noch nicht ausprobiert). Zum Anlassen des Motors drücke ich einen Knopf, es gibt gar nix mehr, in das ich den Schlüssel reinstecken könnte. Und abschließen kann ich ihn über Sensortasten an den Türgriffen. Sehr cool.

Außerdem habe ich die Funktionalität, dass ich den Kofferraum mit einem Fußkick unter die Stoßstange öffnen kann, sofern das Auto abgeschlossen ist und ich (natürlich) den Autoschlüssel bei mir trage.

Sitzposition

Was eindeutig bei meinem vorherigen Auto besser war: die Sitze. Ich hatte vorher Sportsitze und jetzt auch wieder. Leider scheinen diese im Rücken verbreitert worden zu sein. Mir fehlt jetzt echt der Seitenhalt. In den alten Sitzen hatte ich ein wunderbar festes Sitzgefühl, ich rutschte Null hin und her. Im neuen ist zu viel Spiel, was mir in Kurven kein so gutes, sicheres Gefühl vermittelt.

Das führte dazu, dass ich erst dachte, er hat kein Sportfahrwerk. Mittlerweile bin ich aber sicher, das das nur an den Sitzen liegt. Und leider haben diese keine verstellbaren Wangen. Ja, echt doof!

Klar könnte ich mir einen anderen Sitz reinbauen oder sie aufpolstern lassen. Ich werde mich mal erkundigen, aber ich fürchte, das wird viel zu teuer. Also muß ich mich wohl daran gewöhnen.

Entspannter unterwegs

Ich merke, dass ich mit dem neuen entspannter fahre als mit dem Vorgänger. Das liegt sicherlich an der Power, und an den Assistenzsystemen.

Bei ihm ist es völlig egal, ob ich langsamer unterwegs bin. Denn sobald sinnhaft bzw. frei ein kurzer Kick aufs Gaspedal – und wir sind weg 🙂

Und mir persönlich macht das dermaßen Spaß, mein Auto selbständig fahren zu lassen, dass ich das so oft es geht einsetze. Und er hält schön ausreichend Abstand, aber wenn frei beschelunigt er auch ordentlich von alleine.

Natürlich merkt man auch die Grenzen: ich sehe weiter vorne schon, dass die Autos stehen, er gibt Gummi, denn momentan ist ja frei vor ihm, nur um dann 2 sek später tüchtig zu bremsen 🙂 Da muss man auch manchmal ordentlich Vertrauen in die Technik haben, aber das ist für mich kein Problem. Ich sehe auch jederzeit im Display, ob das Assistenzsystem seinen Dienst tut, oder ob ich eingreifen muss.