Ausgangslage rechte Seite
Rechte Seite

Die linke Seite der Küche hatte wunderbar geklappt, daher waren wir frohen Mutes, als wir Samstag mit der rechten Seite loslegten.

Vorbereitungen

Auch hier mussten wieder zuerst die Schubladen raus sowie das Zeug aus dem Spülen-Unterschrank und aus einem weiteren Schrank. Ebenso demontierten wir das Wandabschlußprofil (es war bisher nur eins an der Stirnseite montiert, was wir definitiv anders machen werden).

Spülenausbau

Danach ging es der alten Spüle an den Kragen. Hier nochmal ein Bild in ihrer ganzen „Pracht“:

Alte Spüle
Alte Spüle
Rechte Seite vorbereiten
Demontage des Abflusses

Zum Ausbau musste natürlich unten der Ablauf samt Siphon abmontiert werden. Sowas kann ich glücklicherweise an meinen Mann abdrücken :-), denn das ist keine schöne Angelegenheit…. aber es ging doch ganz gut.

Blöd ist, dass der Zulauf-Absperrhahn unter der Spüle nicht mehr funktioniert. Daher mussten wir den Wasser-Haupthahn abdrehen. R hatte die rettende Idee und schloss die Armatur später einfach wieder an (die dann im Spülen-Unterschrank lag), so dass wir das Wasser wieder aufdrehen konnten. Die Armatur hatten wir erst vergangenes Jahr ausgetauscht, so dass sie natürlich erhalten bleibt.

Wir packten die ganzen dreckigen Abflussrohre in Müllsäcke und klebten den Ablauf an der Spüle selbst mit Malerkrepp ab. Den Siphon brauchten wir noch: Leider hatten wir vergessen, im Vorfeld einen neuen zu besorgen, so dass R nochmal in den Baumarkt fuhr, um einen passenden Siphon zu kaufen. Als „Ansichtsexemplar“ nahm er sicherheitshalber den alten mit.

Ausbau der alten Arbeitsplatte

Alte Platte ausgebaut
Ausgabaute alte Platte noch inkl. Spüle

Da die Spüle teilweise über der Spülmaschine liegt, kamen wir nicht an alle Befestigungsklammern ran. Um den Ausbau der Spülmaschine zu vermeiden, mussten wir also die alte Platte samt Spüle ausbauen. Durch Heizung und Fensterbank sowie die gegenüberliegende Türzarge ist der Spielraum dabei nicht gerade riesig. Aber mit etwas Hängen und Würgen klappte es.

Nun konnten wir auch die Spüle demontieren.

Ausmessen

Wieder gingen wir so vor, dass wir die alte Platte auf die neue legten, um die Abmessungen ganz genau hinzubekommen. Diesmal vor allem auch für den Ausschnitt des Kochfeldes.

Beim ursprünglichen Ausmessen der Arbeitsplatten hatten wir den Eindruck, dass die Wände nicht gerade sind, daher wollten wir hier ganz besonders die alte Platte zur Orientierung verwenden. Aber die Schnitte waren gerade, also doch alles gut.

Um nicht auf der neuen Platte rumzumalen, klebten wir Malerkrepp an den entscheidenden Stellen auf, und zeichneten dadrauf an. Zudem sieht man die Striche so auch viel besser 🙂

Um die neue Spüle zu positionieren legten wir sie verkehrt herum auf die Platte und probierten das ganze aus.

Ausmessen neue Platte
Wo kommt die neue Spüle hin
Ausmessen Spüle
Spülenausschnitt abmessen

Nun mussten aber die Ausschnitte exakt angezeichnet werden. Wir griffen dafür zum Trick mit Nagel, Schnur und Bleistift. Jedoch schließt auch das nicht aus, dass man den Stift unterwegs beim Kreis-ziehen in leicht anderem Winkel hält. Alles in allem war es ziemlich aufwendig, ein Ergebnis zu erhalten, bei dem wir uns sicher genug waren, dass es tatsächlich passt.

Irgendwann trauten wir uns dann auch, die beiden Löcher zu sägen. Und es kam glücklicherweise ganz gut hin.

Ich schmierte ebenfalls die Seitenränder der Platte sowie ganz besonders die Ausschnitte für Kochfeld und Spülbecken mit Silikon ein.

Abtropfbecken einbauen

Da auch bei der neuen Spüle das Abtropfbecken teilweise oberhalb der Spülmaschine sitzt, bauten wir es schon direkt ein.

Es war das erste mal, dass wir eine Spüle montierten, und die Anleitung war nicht so richtig mega. Wir mussten mit den Halteklammern rumfriemeln, bis wir kapierten, wie die drankommen, um auch wirklich den Druck beim Festziehen zu halten. Eine weitere Herausforderung war die Positionierung: Auf den Rand kommt an der Unterseite ein Dichtungsband, außerdem wird zur Abdichtung auf der Platte eine Silikonwurst an den Lochrand gelegt. Das Becken muss nun so ausgerichtet werden, dass es an allen Stellen über den Rand des Ausschnittes ragt, um wirklich kein Wasser eindringen zu lassen, und es nicht doof aussieht. Das klappte leider nicht ganz, ohne das Silikon leicht zu verschmieren.

Arbeitsplatte einbauen

Nachdem auch das geschafft war, konnte die Platte nun in die Küche befördert und aufgelegt werden. Dazu waren glücklicherweise meine Eltern vorbeigekommen, auch noch mit Kaffee im Gepäck :-), so dass mein Vater helfen konnte.

Das sah schonmal richtig gut aus!

Angesichts der schon deutlich fortgeschrittenen Zeit und da weder R noch ich sonderlich gut geschlafen hatten, also dementsprechend unfit waren, beschlossen wir, das tiefe Spülbecken heute nicht mehr einzubauen.

Kochfeld einbauen

Aber das Kochfeld wollten wir noch schnell einsetzen.

Dieses war mit einem Dichtungsband eingebaut gewesen, welches wir durch ein neues ersetzt hatten. Wir legten also das Kochfeld in den Ausschnitt, drückten es runter und – es saß schief. An der linken Kante ließ es sich auf Teufel komm raus nicht ganz runter drücken.

R vermutete als Übeltäter das neue Dichtungsband, dass zu dick sein könnte. Also Dichtungsband abgezogen, stattdessen großzügig Silikon aufgetragen, und Kochfeld erneut einsetzen: immer noch schief, die linke Seite ging nach wie vor nicht richtig runter.

Dafür hatten wir nun eine riesen Silikon-Sauerei auf der Platte und am Kochfeld 🙁 Toll.

Wir waren bedient und gaben für heute auf. Lieber morgen (Sonntag) frisch und in Ruhe weitermachen.