Diese ganzen Debatten rund um Internetsucht und das angeblich so tolle „Offline“-gehen verstehe ich überhaupt nicht.
Es mag sein, daß wirklich manche Leute regelrecht süchtig sind nach Internet und/oder Onlinespielen. Die sozusagen ihr normales Leben darüber vergessen und vernachlässigen, wie es Süchtige eben tun. Ok, die müssen natürlich etwas ändern.

Aber nur, weil man mehrmals am Tag seine eMails abruft, bei Twitter die letzten News liest, RSS-Feeds abonniert hat und überfliegt – was soll daran bitte „schädlich“ sein?

Für mich kommen da Technikfeindlichkeit und eine „früher-war-alles-besser“-Haltung zum Vorschein.

Ich persönlich möchte auf gar keinen Fall auf das Internet und was so damit zusammenhängt verzichten: Schnell was nachschlagen, bei Google Maps nachsehen, wo ein Ort liegt, mit Leuten in Kontakt treten/bleiben. Ebenfalls für mich immens wichtig: Pflege meines Kalenders, meiner Kontakte und To-Do’s über verschiedene Geräte hinweg (Papier hat bei mir schon seit den ersten Palm-Geräten ausgedient…).

Ein Handy ohne Internet?? Nein, danke. Wozu auch? Ich möchte zB. spontan nachsehen können, ob meine Bahn pünktlich ist bzw. wann sie fährt (sollte ich nicht zu Standardzeiten unterwegs sein), Wartezeit nutzen können für die Erledigung von Korrespondenz, oder auch das Buch, welches ich gestern auf meinem Tablet im Bett gelesen habe, genau an der richtigen Stelle auf meinem Smartphone in der Bahn weiterzulesen, ohne einen Riesenschmöker mitschleppen zu müssen.

Guter Artikel dazu auf ImGriff.com