Ich bin ja seit der BTX-Zeit treue Kundin der Telekom, und ich muß ehrlich sagen, daß ich wohl bisher auch die (anscheinend) letzte Kundin war, bei der immer alles klappte und es nur mal kleinere Problemchen gab.
So ist auch jetzt mein DSL mit in die neue Wohnung umgezogen, hochgetuned auf einen 16.000er Anschluß.

Als ich Mitte Ferbuar dan Umzug im Telekomladen klarmachte, sagte man mir, als ich die Namen der Vormieter beibringen konnte, daß das alles klar geht und niemand vorbeischauen muß. Prima, da kann ich ja die Umschaltung auf Freitag vor meinem Umzug legen, dann hat R am Wochenende schon Telefon und Internet.

Am Freitag sitze ich auf dem Weg nach Hause in der S-Bahn, als mein Telefon klingelt und ein Telekomtechniker dran ist. Er stehe jetzt vor der Tür, aber es sei niemand da. Ach ne, natürlich ist niemand da, ich wußte ja auch von nix. Ich ihm also zu verstehen gegeben, daß ich von dem vor Ort Termin nichts wußte, und auch nicht in der Nähe sei. Ich war ziemlich stinkig. Der Techniker konnte natürlich nix dafür, aber die Auftragsbearbeitung war anscheinend fehlerhaft.

Zuhause war mein Telefon dann schon abgeschaltet, mein DSL ging aber noch. Ein Anruf auf unserer neuen Nummer ergab ein Freizeichen. Es hing zwar noch kein Telefon dran, aber das sah ja gut aus. R war mitlerweile zuhause. Ich hatte den Router schon vor ein paar Tagen angestöpselt. Der zeigte aber nicht die korrekte Reaktion: eine leuchtende DSL-Lampe.

Ich habe also bei der Hotline angerufen (0800-Nummer, also kostenlos), mich durch ein mehrstufiges Menü gedrückt und ca. 10 Min auf einen Ansprechpartner gewartet. Ich habe der Dame mein Problem geschildert, die war auch recht kompetent, sie hat mir bestätigt, daß kein Technikerbesuch vorgesehen sei. Sie hat mich dann weiter zur Technik gestellt. Dort hatte ich einen wirklich hilfsbereiten Mann an der Strippe. Der sagte, das die Außenstellen manchmal einen Techniker vorbeischicken auf Verdacht, falls doch was zu tun sei. Okay, das können die mal so machen. Dann sollen sie sich aber nicht wundern, wenn niemand da ist. Er erklärte mir, daß wenn das Telefon funktionieren würde, die DSL-Einrichtung nur noch an der Freischaltung eines Ports liegt, was bis 24:00 Uhr dauern kann. Sprich es kann sein, das sozusagen über Nacht das DSL funktionieren wird.

R schloß nun testweise ein Telefon an, ich rief zuhause an – nix. Also war die Telefonleitung doch nicht so okay, wie das Freizeichen suggerierte.
Während R und ich telefonierten, versuchte der Telekomtechniker nochmal, mich zu erreichen und sprach mir auf die Box: er hätte noch eine Leitungsmessung durchgeführt, und da scheint wohl was nicht in Ordnung zu sein. Ich soll nochmal wegen eines Termins anrufen.
Ok, ich mich also wieder durchs Menü gearbeitet und bei der Hotline angerufen. Natürlich hatte ich jetzt völlig andere Personen dran, fand aber Gehör. Die hätten mir doch glatt noch bis 20:00 einen Techniker geschickt, ich machte dann aber für Dienstag Nachmittag (mein Umzugstag, da sind wir ja eh in der Wohnung) einen Termin aus.

Soo schlimm fand ich das Ganze jetzt nicht, man hätte nur uns allen den Ärger ersparen können, wenn gleich klar gewesen wäre, daß ein Techniker vor Ort kommen muß, dann hätte ich nämlich den Umschalttermin von vorneherein auf Dienstag Nachmittag gelegt.

Von Fr Abend bis Dienstag Vormittag rief mich die Telekom dann noch bestimmt dreimal an, jedesmal hatte wieder jemand die Leitung überprüft und sich um die Störungsmeldung gekümmert, ich vereinbarte, ich glaub, noch 2* den Termin für Dienstag Nachmittag…. Samstag Vormittag war nochmal ein Techniker vor Ort, aber weder R noch ich….(mangels Info)
Ich fand es mitlerweile ja richtig süß, wie die sich bemühten.
Ok, ich hatte Fr Abend auch ziemlichen Dampf gemacht…

Dienstag 14:00 rief dann ein Techniker an, er würde sich jetzt um das Problem kümmern und dann ggf nochmal anrufen, wenn er vorbeikommen müßte. 10min später kündigte er dann seinen „Hausbesuch“ an und war dann auch prompt da. Er prüfte hier, prüfte da, prüfte am Hausanschluß und sogar am Straßenanschluß. Schlußendlich führte mir vor, das jetzt alles lief, auch mit der korrekten Geschwindigkeit 16.000, und erklärte uns noch, wie wir den Splitter ins Obergeschoss legen können – also alles fein.

Jetzt muß ich noch ein Firmware-Update auf die Fritz-Box aufspielen, um sie 16.000 tauglich zu machen, und dann haben wir hoffentlich heute Abend endlich wieder DSL.

Also alles in allem war zwar der Anfang des Auftrages echt Mist gelaufen, aber dann haben sie sich sehr bemüht und es hat doch noch alles geklappt.

Und ich hab gelernt, daß nur weil die Vormieter DSL hatten, das für die eigene neue Rufnummer noch lange nicht gilt, da andere Leitung…

Jedenfalls bin ich nun wieder mit der rosa T versöhnt. Und wie auch Hr. B erzählt – anderswo ist es auch nicht besser, eher im Gegenteil….