Die Verhandlungsführer*innen von EU Rat, Parlament und Kommission haben sich am 13.02.19 auf die finalen Texte der EU Urheberrechtsreform inklusive Artikel 13 und 11 geeinigt. Und zwar auf die Extremversionen.

Noch gibt es eine kleine Chance der Abwendung: EU-Parlament und EU-Rat müssen dem noch zustimmen – können ihn also auch ablehnen.

Also ganz fest Daumen drücken!!

The Same Old Thinking
The Same Old Thinking

Sollte dieses Horrorszenarium tatsächlich real werden, dann hat die EU (also die offiziellen Gremien) bei mir aber sowas von verschissen (entschuldigt die Ausdrucksweise). Wieder würde klarer, dass Europa viel zu sehr im Gestern festhängt und keinen blassen Schimmer davon hat, wie mit den Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung sinnvoll umgegangen wird. Immer wird nur das Bedrohliche gesehen – oh Gott, althergebrachte Pfründe schmelzen! „Das, womit wir gestern noch so toll Geld verdient und uns drauf ausgeruht haben, funktioniert nicht mehr?! wtf?! Das darf nicht sein! Ihr Neumodischen dürft uns nix wegnehmen! Ihr müsst Euch in das Bestehende, in die von uns festgelegten Regeln einordnen!“

Nähere Infos bei heise.de, Computerbase und Julia Reda

Zu meinem vorhergehender Blogbeitrag über dieses äußerst missliche Thema.

Ergänzung

In diesem Video erklärt Rechtsanwalt Solmecke sehr gut, um was es da geht und wie unausgegoren und widersprüchlich das ganze zudem ist.

In seiner Videobeschreibung sind verschiedene Seiten verlinkt, über die man die Online-Petition unterschreiben kann und sehr easy den eigenen Europaparlaments-Abgeordneten eine Mail schreiben kann (hab ich direkt getan!).

Heute gab es bereits eine Demo in Köln, Herr Newstime berichtet aktuell sehr gut rund um das Ganze.

Helft mit, um diese „Reform“ noch abzuwenden!