Ich könnte mich total über mich selbst aufregen.

Ich neige sehr stark dazu, wenn ich mir nicht 100% sicher bin, sehr defensiv aufzutreten. Denn ich selbst kann solche Klugschei*er, die mit Halbwahrheiten hausieren gehen, absolut nicht ab.

Da wir hier äußerst komplexe Zusammenhänge haben, und ich von meiner Tätigkeit her da auch nicht so tief mitmische, sondern mehr organisatorisch übergreifend prozeßtechnisch arbeite, nehme ich mich bei Detaildiskussionen dann auch eher zurück, zumal wenn die beteiligten Fachexperten dabei sind.

Dies führt aber, so zumindest meine latente Wahrnehmung, mitlerweile dazu, daß man mich in der Hinsicht nicht mehr so ganz ernst nimmt. Und das stinkt mir.

Mir ist aber klar, daß ich selbst dran schuld bin. Nur – wie abstellen ? Ich bin einfach nicht der Typ, um völlig schmerzfrei über Sachen zu diskutieren, von denen ich nicht wirklich tiefe Ahnung habe. Und da wir hier auch leider keine übergreifende Doku haben, die auf höherer Sichtebene die Zusammenhänge darstellet, ist es schwer, da tiefer reinzukommen.
Mal davon abgesehen, daß sich auch permanent was ändert.

Mich nervt das ziemlich. In meinen früheren Tätigkeiten war ich voll tief drin, da konnte ich zu meinen Projekten alles beantworten. Und dementsprechend konnte und bin ich auch aufgetreten. Hier geht mir das (immer) noch ziemlich ab.
Außerdem bin ich nunmal keine Bankerin (und werde es nie sein und will es auch ganz sicher nicht), so daß ich von daher auch die bankfachlichen Themen nicht wirklich kenne (und, sicherlich nicht förderlich: mich interessiert es auch nicht sonderlich). Von den bankfachlichen IT-Prozessen mal ganz zu schweigen, das ist sowieso ein riesen Kapitel für sich. Ich muß mich da nochmal um Literatur bemühen…