Bei uns tagt seit Montag letzter Woche eine Taskforce, die sich mit den Vorbereitungen auf den Corona-Virus beschäftigt. Es gibt dafür tatsächlich einen sog. „War Room“ :-), in dem sich die Beteiligten treffen und der dafür reserviert worden ist.

Worst Case Szenario: die Zentrale muss geschlossen werden
Frage: Wie halten wir dann den Geschäftsbetrieb aufrecht?
Lösung: Durch Arbeiten von zuhause, also remote

Es arbeiten zwar mittlerweile schon viele Kolleginnen und Kollegen zeitweise von zuhause, aber erstens bei weitem nicht aus allen Geschäftsbereichen, und zweitens immer nur eine Teilmenge x gleichzeitig.

Problemstellung 1

Es muss überprüft werden, wie die remote-Arbeit funktioniert bei den bisher nur On-Site tätigen Einheiten. Da geht es um remote-Zugriff auf die Systeme, aber auch darum, ob zB. alle notwendigen Unterlagen elektronisch vorhanden sind. Außerdem muß geprüft werden, wie die Abläufe funktionieren, wenn man nicht mal eben über den Schreibtisch etwas fragen kann, sondern deutlich isolierter alleine zuhause sitzt.

Wie im Ernstfall die Bearbeitung des physischen Posteingangs laufen soll, weiss ich ehrlich gesagt auch nicht. Für unsere Druckstraße haben wir sowieso ein BCM-Szenario mit einem externen Dienstleister, das auch erst vor kurzem wieder erfolgreich getestet worden ist.

Problemstellung 2

Zudem haben nicht alle Mitarbeiter*innen ein Notebook. Hier muss also Equipment bei den Leuten zuhause aufgebaut werden. Vielleicht ist auch bei manchen der Umstieg auf ein Notebook möglich.

Problemstellung 3

Und last but not least muss das Netzwerk die potentiell 16.000 gleichzeitig remote arbeitenden Kolleginnen und Kollegen verkraften. Und da hapert es momentan noch, vor allem bei Skype.

Maßnahmen

Derzeit laufen Tests zur 1. Problemstellung.

Demnächst sollen größer angelegte Tests zur Netzauslastung erfolgen mit über 1000 Usern, also Betrachtung von Problemstellung 3. Wir haben bereits die Anzahl der Lizenzen der Software, die wir zur Einwahl ins Netz nutzen, massiv erhöht.

Vorbereitet

Glücklicherweise sind wir von unseren Arbeitsmitteln her schon gut auf verteiltes Arbeiten eingerichtet mit Skype for Business, guten Headsets, Notebooks etc. Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht eine Telko habe. Denn wir sind alleine in der IT schon über 1000 Leute, und sitzen in verschiedenen Gebäuden.

Dies gilt jedoch hauptsächlich für den IT-Bereich. Die Fachbereiche sind teilweise noch nicht ganz so weit, und das muss nun dringlichst nachgeholt werden.

Ob das alles jemals zum Tragen kommt ist natürlich jetzt noch nicht absehbar, ich hoffe nicht!

Aber die Maßnahmen sind auch eine gute Vorbereitung auf „Modern Work“ oder „Arbeiten 4.0“, also mehr Flexibilität bei der Gestaltung des Arbeitstages inklusive Ausbau von HomeOffice-Möglichkeiten.