Gestern war ich mit meinen Eltern sowie der Schwester meines Vaters (also auch eine Schwester der Verstorbenen) in Bonn auf der Beerdigung.
Es war eine würdige Trauerfeier, vor allem die Bestatter haben das sehr schön und angemessen gemacht.

In der Kirche war zum Gottesdienst der Sarg aufgebahrt, das war nochmal wirklich traurig.
Nach der Messe wurde der Sarg in das Bestattungsauto verfrachtet, und wir konnten mit Blumen Abschied nehmen. Der traurigste Moment war, als das Auto dann abfuhr (da es eine Feuerbestattung ist, gab es keinen Gang zum Friedhof). Das war so endgültig, da war erst so richtig klar: sie kommt nicht mehr wieder.

Anschließend haben wir noch ihr Zimmer im Seniorenheim ausgeräumt, und eine Firma hat den Rest abgeholt. Wir haben noch ettliche Sachen mitgenommen. Es hat auch etwas schönes, daß ich jetzt ein paar schicke Lederhandschuhe habe, die mich dann immer an meine Tante denken lassen werden. Oder zwei Sofakissen, die aus der gleichen Manufaktur stammen, woher mein erstes heißgeliebtes Stofftier ist. Diese war nämlich im vorherigen Wohnort meiner Tante angesiedelt.

Durch solche Kleinigkeiten bleibt die Erinnerung wach, immer mal wieder wird sie so geweckt.