gab es Sonntag Mittag: Meine Tante ist verstorben, die Schwester meiner Mutter.

Sie war erst 66.
Vor ca. 5 Jahren wurde bei ihr Brustkrebs diagnostiziert. Nach der entsprechenden Therapie ging es ihr erst einmal wieder besser, aber seit etwa 2 Jahren war der Krebs wieder da. Leider handelte es sich um eine der agressiven Arten. Sie versuchten wirklich alles. Vor ein paar Wochen ist sie nochmal am Darm operiert worden, davon hat sie sich nicht mehr erholt.
Immerhin war sie am Schluß zuhause, ihre ganze Familie (Mann, 2 Söhne) waren bei ihr, als sie den Kampf verlor.

Unser Verhältnis war in den letzten Jahren nicht so arg eng gewesen, wie das halt ist, wenn man nicht mehr Kind ist. Zuletzt hatte ich sie vor einem Jahr auf dem Geburtstag meines Vaters gesehen. Aber natürlich ließ ich mir von meiner Mutter erzählen, wie es ihr geht. Das es nun am Schluß so schlecht stand, wußte ich jedoch nicht, insofern war das jetzt doch eine ziemliche Überraschung.

Insgeheim hatte ich wohl gehofft, der Krebs löst sich doch noch in Luft auf, auch wenn das irgendwie unrealistisch war.

Ganz schlimm ist es natürlich für meinen Onkel, und auch meine Mama. Meine Tante war die jüngste von 3 Geschwistern, und sie hat ihr eigene Mutter (meine Oma starb an Darmkrebs) nur um 3 Jahre überlebt (hinsichtlich des Alters).

Mein Gynäkologe schickt mich, seit dem meine Tante erkrankt war, auch regelmäßig zur Brustkrebs-Früherkennung, weil ich dadurch zur Risikogruppe zähle, auch wenn es von meinem Alter her noch nicht dran wäre.

Ich kann es noch gar nicht so richtig glauben. Sie war so eine hübsche, immer gut gekleidete Frau, immer nett und freundlich (soweit ich sie erlebt habe). Ich kann + mag mir gar nicht vorstellen, wie es ihr am Schluß ging. Sie hatte wohl unheimlich viel Wasser in den Beinen, Armen, im Bauch.
Wie schwer muß es für meinen Onkel (und auch meine Mama) gewesen sein. Einfach nix tun zu können, bzw. alles zu versuchen, und es half doch nicht wirklich etwas. Hilflos daneben stehen zu müssen. Ganz schlimm.