Das Metaversum Second Life zieht nicht nur immer mehr Spieler an, sondern auch Unternehmen, Medien und andere Institutionen, die sich in der virtuellen Welt repräsentiert sehen und dort ihr Image pflegen und Geschäfte machen wollen. Es scheint bald so, als müsse man hier ebenso wie früher im Web dabei sein. Auch Springers BILD-Zeitung ist Ende des vergangenen Jahres auf den Zug aufgesprungen und berichtet mit dem wöchentlichen Magazin The AvaStar aus und über die parallele Spielewelt.
Mittlerweile haben sich schon drei Millionen Menschen bei Second Life registriert, erst vergangnene Monat war die Schwelle von zwei Millionen übersprungen worden. Jetzt hat das Schwedische Institut, das zum Außenministerium gehört, angekündigt, demnächst eine virtuelle schwedische Botschaft eröffnen zu wollen. Damit wäre sie die erste offizielle Botschaft in Second Life. Sie würde allerdings keine Pässe oder Dokumente ausstellen, sondern nur Informationen geben, wohin sich Besucher in der wirklichen Welt wenden müssen, um diese zu erhalten. Asylbewerber oder andere Immigranten hätten es also nicht einfacher.
Vor allem wird die virtuelle Botschaft Schwedens, deren Repräsentation wie das Gebäude der Botschaft in Washington aussehen soll, als Informations- und Werbeagentur für Schweden dienen. Olle Wästberg, der Direktor des Schwedischen Instituts, sieht in Second Life eine Möglichkeit, den Kontakt mit Schweden leichter und billiger herzustellen. Es bestehen Pläne, eine Insel in Second Life zu erwerben und auszubauen, um dort neben der Botschaft auch schwedische Firmen anzusiedeln.

Ich gebe zu, mich fasziniert das nach wie vor…