In allen Möglichen Publikationen rund um Lebenshilfe, Coaching etc. geht es oft um die eigenen Lebensziele, was will man im Leben erreichen.

Hm. Ich tu mich unglaublich schwer damit. Ein Ziel, das ich definitiv hatte, habe ich mitlerweile erfüllt: Eigentum (Haus oder Wohnung), und ich muß sagen, die Erreichung dieses Ziels ist sehr befriedigend und erfüllend.

Und nun?
Klar, so eher allgemeine Ziele wie

  • stabile Partnerschaft
  • erfüllender Beruf
  • im Allgemeinen glücklich sein
  • mein Leben finanzieren zu können

habe ich natürlich.

Aber bis auf das Thema „Job“ ist da momentan eigentlich nichts, was ich ändern müßte/wollte. Insofern habe ich natürlich diese genannten Ziele, aber nichts, auf das ich nun mittel/langfristig hinarbeiten würde.
Ist das nun gut oder schlecht?

Manchmal habe ich das Gefühl, man muß unbedingt so ein großes Ziel vor Augen haben, nach dem man dann strebt.
Ich sehe es für mich aber eher so, den Status Quo aufrecht zu erhalten.

Ein Thema fällt mir ein, bei dem ich immer mal wieder denke, da fehlt mir was, und das ist „Freunde“. Ich habe nicht wirklich eine „beste Freundin“, mit der man alles bequatscht, die man ständig trifft und mit der man shoppen usw. geht. Das finde ich immer mal wieder sehr schade, andererseits kann man sowas weder erzwingen noch gezielt suchen/erarbeiten.
Insofern könnte ich das zwar als Ziel formulieren, für dessen Erreichung ich aber schlicht wenig konkretes tun kann.

Momentan plage ich mich immer noch mit der Entscheidung herum, was ich in Bezug auf meine berufliche Zukunft tun soll, um ein Lied zu zitieren:
Should I stay or should I go?

Mein Hauptproblem dabei ist, einschätzen zu können, was mir tatsächlich wichtig(er) ist – Bequemlichkeit (damit meine ich hinsichtlich Örtlichkeit/Fahrtzeit und flexible Arbeitszeit) oder motivierendes, innovatives berufliches Umfeld. Ich bin noch am Grübeln. Ich habe mir mitlerweile einschlägige Literatur zum Thema „Entscheiden“ besorgt, die mir bisher aber nur äußerst mäßig wirkliche Hilfestellung liefert.

Was, wenn ich Anfang 2015 in einem neuen Unternehmen anfange, das Umfeld auch richtig gut ist, mir aber nach 6 Monaten die lange Pendelei oder die ständigen Geschäftsreisen total auf den Wecker gehen? Andererseits kann ich das ja bei der Auswahl der Firma/des neuen Jobs durchaus berücksichtigen…! Natürlich nur, sofern es entsprechend Auswahl gibt.

Ich kann aber sagen, daß mitlerweile die Tendenz wieder deutlich zugunsten „Go“ ausschlägt.