Überall hört und liest man von Öko und Bio usw usw. Ich selbst muß gestehen, ich fahre da auch ziemlich drauf ab. Wir dürfen uns zB glücklich schätzen, einen Alnatura direkt im Ort zu haben.

Sehr interessant finde ich in dem Zusammenhang allerdings Informationen bezüglich der Ökobilanz, also der Gesamtbilanz eines Produktes von den Rohstoffen über die Herstellung, den Transport, den Verkauf sowie evtl. weitere Schritte bis zum zB. Verzehr oder Verbrauch.

Beispielsweise hier (zeit.de: Das Apfel-Dilemma) ein Vergleich zwischen einem Bio-Apfel aus Übersee und dem gelagerten Apfel des Bauern von nebenan. Vorrausgesetzt, der Transport erfolgt per Schiff und nicht per Flugzeug, ist die CO2-Bilanz des Übersee-Apfels nur geringfügig schlechter als der im Kühlhaus gelagerte Apfel des lokalen Bauern.

Die Erkenntnis: Die alte Rechnung »Je näher dran, desto besser« geht nicht mehr auf.
Wer einerseits den Klimawandel verhindern, andererseits aber nicht auf frisches Obst verzichten will, kann im Frühjahr ruhigen Gewissens Obst von der Südhalbkugel kaufen. Um die Sünde wettzumachen, reicht es schon, statt mit dem Auto mit dem Fahrrad zum Supermarkt zu fahren. Sogenannte Flugware – Ananas oder Mangos also, die mit dem Flugzeug nach Deutschland reisen – ist allerdings tabu. Sie ist ein Klimakiller.

Nur – woher weiß ich, wie das Obst usw. transportiert wurde ?

In der Zeit-Wissen war ein sehr guter Artikel über das Thema Ökobilanz, leider scheint er nicht online verfügbar zu sein.