Auf der Arbeit

Einfach mal machen

Das liegt eher nicht in der DNA (nicht nur) unseres Teams. Lieber abklĂ€ren, einbinden, rĂŒckversichern, abstimmen, Leute abholen, … kurz gesagt: absichern! Und ich muss leider sagen, dass meine Chefin auch zu der Sorte gehört.

Ok, das sind alles Kollegen:innen, die nie eigenstĂ€ndig Projekte geleitet haben. In dieser Position muss man einfach Entscheidungen treffen wollen und können. Dazu stehen, und sie im Zweifelsfall hinterher begrĂŒnden können.

Oder auch im Nachhinein erkennen, dass es vielleicht eine Fehlentscheidung war. Ja, kann auch passieren. Muss man dann aushalten und daraus lernen.

Weg damit

Situation vorhin im Teammeeing: wir senden im Vorfeld von Wartungswochenenden eine Mail raus, an der die Liste der geplanten Change Requests hĂ€ngt. Und zwar als Bild, weil das systembedingt nicht anders geht (ja, blöd, ich weiss). Nun wollen wir uns den Aufwand mit diesem Attachment sparen, zumal unklar ist, wer das ĂŒberhaupt anschaut.

Meine Meinung: na logisch, beim nĂ€chsten Mal einfach weglassen! Sollte es jemand vermissen, liefern wir es nach und werden es zukĂŒnftig eben wieder dranhĂ€ngen.

Ein Kollege wollte allen ernstes lieber erst den Abteilungsleiter damit behelligen. WTF?!! Wegen so einer Lapalie? Der hat echt wichtigeres zu tun!

GlĂŒcklicherweise habe ich mich durchgesetzt.

Es fÀrbt ab

Das allerschlimmste daran ist aber: diese Vorsicht fĂ€rbt ab! Ich bin auch um einiges un-entscheidungsfreudiger gegenĂŒber der Zeit, nachdem ich recht neu war und mich eingelebt hatte. Furchtbar!

Obwohl ich bisher hier im Laden keine negativen Erfahrungen gemacht habe, von wegen Kopf abgerissen oder so. Es ist einfach dieses Umfeld, diese allgemeine Umgangsart. Sie hat natĂŒrlich auch etwas positives: das Miteinander ist sehr kollegial, sehr einander zugewandt, sehr mitmenschlich.

Aber: diese ewigen RĂŒckversicherungs+ Abstimm+ Abholrunden haben eine ganz klare Konsequenz: alles dauert ewig.