Simplify ist zwar keine Methode, sondern eher eine Einstellung zum Leben, aber trotzdem gibt es ein paar Tricks, wie man sein Leben tatsächlich vereinfachen kann. Heute geht es darum, das Aufräumen zu vereinfachen. Gründe dafür gibt es viele:

  • Ein aufgeräumtes Zimmer sieht besser aus.
  • Das Putzen geht einfacher.
  • Man finden seine Dinge leichter.
  • Es hat weniger Dinge, die einen ablenken.

Aufräumen und vereinfachen braucht ein gewisses Mass an Zeit. Um danach Zeit gewinnen zu können, muss man zuerst Zeit investieren. Es lohnt sich aber!

Tipps, einfach aufzuräumen

  • Oberflächen: Ein Raum wirkt umso aufgeräumter, je mehr freie Flächen es gibt. Das sind nicht nur Tische, sondern auch Regale und Wände. Je weniger Wandschmuck an der Wand hängt, desto weniger drückt auch der Raum. Man sollte aber auch aufpassen, dass der Raum trotzdem lebt und eine persönliche Note hat. Sonst wirkt er kühl und anonym. Aber wenige persönliche Noten wirken meist besser als ein überfüllter Raum.
  • Bei simplify.de habe ich ein Prinzip kennen gelernt, nämlich das eins-plus-zwei-Prinzip: Bei den meisten Dingen genügt es, wenn man eines im Gebrauch hat und zwei in Reserve. Es genügt also, z.B. ein Set Bettwäsche zu benutzen und zwei im Schrank zu haben. Die anderen vier kann man weggeben. Genauso braucht man nicht unbedingt 10 Vasen, sondern nur eine, die man benutzt und zwei in Reserve (ausser man ist ein Pflazenliebhaber). Ich vermute, dieses Prinzip entstammt aus der Erkenntnis, dass wir sowieso immer dasselbe benutzen. Wenn wir nicht gerade ständig neue Kleider kaufen, tragen wir immer wieder die selben paar Teile. Den grössten Rest tragen wir selten oder nie. Wir benutzen immer den gleichen Kugelschreiben, 90% der anderen benutzen wir fast nie.
  • Schatzkiste: Wer Mühe hat, sich von Dingen einfach so zu trennen, der kann sie ja in einer Kiste zwischenlagern. Aber unbedingt nicht vergessen: Schreibt das Datum auf die Kiste! Wenn ihr nach einer bestimmten Zeit die Kiste immer noch nicht geöffnet habt, dann gebt die Sachen weg.
  • Countdown: Dinge, die ich seit über einem Jahr nicht mehr benutzt habe, gebe ich weg. Ich habe in meinem Keller schon Dinge entdeckt, die ich sogar schon Jahre nicht mehr benutzt habe oder Dinge, von denen ich gar nicht wusste, dass ich sie besitze. Dinge, die man nicht vermisst, braucht man auch nicht. Zugegeben: Es gab schon Dinge, die ich weg gegeben habe und die ich dann vermisst habe. Das gibt’s, aber ist nicht weiter tragisch. Meistens waren das nicht die wichtigen Dinge, sondern vielleicht ein Buch, das ich plötzlich doch wieder lesen wollte oder so was.
  • 1in-2out: Diejenigen von euch, die wirklich Nägel mit Köpfen machen wollen, können dieses Prinzip anwenden: Wenn ihr etwas Neues kauft, müsst ihr dafür zwei Dinge weg geben. Mogeln gilt nicht: Zwei Blätter Papier weg zu werfen zählt hier nicht!
  • Aufräum-Routine: Eine schön aufgeräumte Wohnung hat den Drang, sich wieder zu zu müllen. Um dem vorzubeugen ist es am Einfachsten, regelmässig nur ein klein wenig Zeit zum Aufräumen aufzuwenden. Ich versuche z.B. nie irgendwo hin zu gehen, ohne etwas mitzunehmen. Wenn ich also gleich in die Küche gehe, nehme ich sicher meine Kaffeetasse mit. Und wenn ich zurück komme, habe ich wahrscheinlich eine alte Zeitung fürs Altpapier unter dem Arm. Man kann sich auch täglich eine kurze Zeit (z.B. 15 Minuten) fürs Aufräumen nehmen. Morgens als erstes oder abends als letztes räumt man noch kurz auf, was so umher liegt.

Von blatternet.ch.