Am 1. Januar 2010 starb Freya von Moltke 98-jährig.

Sie hat einer Veröffentlichung der Briefe, die sie und Ihr Mann, Graf Helmuth James von Moltke, sich in den letzten Wochen seiner Haftzeit bis zur Hinrichtung im Januar 1945 schrieben, zugestimmt. Ihr Sohn, Helmuth Caspar von Moltke hat diese Briefe nun gesichtet, und sie werden am 17. Januar als Buch im C.H. Beck-Verlag erscheinen.

1988 war der Band „Briefe an Freya“ erschienen. Ich habe das Buch selbst vor etlichen Jahren gelesen. Es ist so bewegend, ich bewundere, wie man (bzw. die beiden) sich damals Briefe schrieb. Es ist hoch interessant, welche Ideen und Pläne der Kreisauer Kreis hatte für die Zeit nach der Nazi-Diktatur, und was damals im Umfeld von v. Moltke passierte. Vor allem aber, wie H.J. sich nicht unterkriegen ließ während der Haft, obwohl ihm und seiner Frau recht klar war, daß sie sich nie wiedersehen werden.

Das neue Buch werde ich mir auf jedenfall kaufen, und ich bin sehr gespannt drauf.

Quelle: Spiegel Online – einestages