Motorradtour durch Eifel und Ardennen
Wir sind gerade von einer 10-Tägigen Motorradtour durch die Eifel und die Ardennen zurückgekommen.
Die Fahrt ging über traumhafte Strecken, wir haben in teilweise tollen Hotels übernachtet (zB. Van der Valk Hotel Liège Sélys; die Stadt selbst lohnt jedoch nicht) und lecker gegessen. Dabei haben wir es ruhig angehen lassen – vor 9:30 sind wir selten morgens gestartet. Dennoch haben wir insgesamt 1700km zurückgelegt, und dies auf überwiegend kleinen Sträßchen.
Planung
Ursprünglich war die Tour für September 2025 geplant gewesen. Da konnte sie jedoch aus Gründen nicht stattfinden….
Sie war komplett durchgeplant, sogar ein Logo und Tourbook hatte ich erstellt. Dabei hatte ich mich wie meistens an ADAC-Touren orientiert, die sind einfach so gut. Nun habe ich alle Routen nochmal gecheckt auf neue Sperrungen wg. Bauarbeiten und auch ein paar Abschnitte anpassen müssen.
Außerdem habe ich ChatGPT mit den Wegpunkten der Etappen gefüttert und ihn Beschreibungen erstellen lassen mit Highlights, Flüssen und Sehenswürdigkeiten. Das war sehr cool. Lt. Chatty sind wir die beste Tour ever gefahren (natürlich 😉 ).
Das Wetter war meist sehr angenehme 18 bis 20 Grad. Wir hatten nur einmal einen kurzen Schauer. Und passenderweise genau am Tag vom Geburtstag meines Mannes kletterten die Temperaturen auf 26 Grad und wir konnten Abends in Vianden sehr nett draußen sitzen und lecker speisen.
Zwei Hick-Ups gabs:
Koffer
Direkt am 2. Tag wollte ich nach einer Pause auf einem Schotter-Feldweg wenden, mich verließ der Mut, ich kippte nach links um – und juchuh, der linke Koffer war erneut eingedrückt 🙁 Toll.
Also wieder eine Rolle Müllsäcke gekauft, und meine Kofferinnentasche darin platziert, denn dicht war er nun nicht mehr. Auch ging das Schloss nicht mehr richtig zu, was aber nicht so schlimm war. Durch die Gepäckrolle quer über der Rücksitzbank war der Zugriff auf den Koffer eh eingeschränkt.
Diesmal ist die Defomierung sogar etwas größer 🙁
Ich hatte im Nachgang zum oben erwähnten Artikel die Behebung des Schadens nicht mehr berichtet: Ein Freund vom Stammtisch hat mir den Koffer ausgedellt, er ist sogar wieder wasserdicht gewesen. Zum Dank haben wir ihn + Frau zum Grillen eingeladen. Ich kann also direkt den nächsten Termin für die Einladung zum Grillen ausmachen :-/ (und hoffe, dass P. nochmal seine Magic walten lässt).
Schlüssel
Im weiteren Verlauf unserer Tour, einige Tage später: etliche Kilometer nach dem morgendlichen Start meldet mein Motorrad: „Verbindung zum Funkschlüssel unterbrochen, kein erneuter Start des Motorrads möglich.“ WTF?!
Mir viel ein, dass ich beim Packen meinen Schlüssel „nur kurz“ oben auf einem Koffer abgelegt hatte. Natürlich habe ich ihn dort vergessen :shock:, er wird dann irgendwann während der Fahrt runtergeflogen sein. Super.
Wir drehten also und fuhren die Strecke zurück unter Ausschau-halten nach meinem Schlüssel. Wir wussten weder, wie lange er schon runtergefallen war, noch, ob er vielleicht neben der Straße im Grünen lag, wo wir ihn niemals gesehen hätten.
Glücklicherweise meldete Schatz nach schätzungsweise 1-2 km: „Ich sehe ihn!“. Und tatsächlich, mein Schlüssel lag mitten auf der Strasse! Inzwischen war anscheinend ein Auto drüber gefahren, er ist jedenfalls nun verkratzt. Die Funktionalität ist glücklicherweise nicht eingeschränkt.
Uff, da hab ich echt mega Glück gehabt!!! 
Ich hatte meinen Ersatzschlüssel dabei, aber das ist kein Funkschlüssel fürs Keyless Ride. Unter der Sitzbank gibt es jedoch eine Mulde, da hält man den Ersatzschlüssel (oder den Hauptschlüssel, falls die Batterie leer ist) rein, dann kann man das Motorrad starten. Hätte für mich auf der Tour bedeutet, dass ich jedesmal meine Rolle hätte abgurten müssen….
Ich hab nachgesehen: ca. 10 Sekunden benötigt das Motorrad um festzustellen, dass der Funkschlüssel weg ist.
Nichts desto trotz war es eine schöne Tour, die uns viel Spaß gemacht hat.
