Zur Pflicht machen?
Wer hier mitliest, wird sich denken können, wie ich zu einer Impflicht stehe – genau, ich würde sie eindeutig befürworten! Ich könnte jedesmal vor Wut platzen, wenn ich mit Impfskeptiker:innen oder gar -gegner:innen diskutieren muss.
Ich weiss noch, wie unsagbar happy mein Mann und ich waren, als wir von unserer Hausärztin den Termin für die Corona-Impfung erhalten haben, was für ein unsagbar toller Lichtblick das war.
Sinkende Impfbereitschaft
Mir ist es ein völliges Rätsel und ich kapiere überhaupt nicht, was in den Köpfen der Leute vor sich geht, wieso die Impfbereitschaft immer weiter nachlässt. Die Quote der bisher Ungeimpften geht weit über die Zahl der Leute hinaus, die man zu den harten Kritikern zählen muss. Das bedeutet, dass es vielen anscheinend einfach egal bzw. nicht wichtig genug ist, sich um die Covid19-Impfung zu kümmern.
Ich denke, da steht oftmals auch eine völlige Verkennung der Risiken. Das Risiko, an Corona und/oder Long-Covid zu erkranken ist um ein Viel-Vielfaches höher, als ernsthafte Probleme in Folge der Impfung zu haben.
Aber Statistik und logische/ wissenschaftliche Zusammenhänge zu verstehen ist ja anscheinend nicht mehr En Vogue heutzutage…
Was also tun, wenn es schon keine generelle Impfflicht geben soll?
Gegensteuern
Für mich sind da 2 Faktoren maßgeblich:
Die absolut richtige Maßnahme, nun endlich entschieden: Corona-Tests kostenpflichtig machen! Das wiederholte Testen kostet uns Steuerzahler:innen ein Vielfaches der zwei Covid19-Impfungen!
Zweitens deutliche Erleichterungen und Bevorzugungen für Geimpfte/ Genesene, zb. beim Restaurantbesuch, oder das Konzerte gar nicht von Ungeimpften besucht werden dürfen etc. pp. Es muss spürbar werden! Disclaimer: mit Ausnahmeregelungen via Test für die (wenigen), die sich tatsächlich nicht impfen lassen dürfen.
Außerdem sollte umgehend in kritischen Bereichen, wie im Gesundheitssystem oder der Pflege, bei Kindergärtnerinnen oder Lehrer:innen, eine Impflicht eingeführt werden, nicht nur gegen Corona. Ich meine, das gibt es bereits teilweise schon, zB. bei Masern.
In den USA haben wohl manche Unternehmen eine Impfpflicht für ihre Angestellten eingeführt, ich habe von Facebook und Google gelesen. Das würde ich mir auch hier wünschen. Bei meinem eigenen Unternehmen sehe ich das aber eher nicht, den „Arsch in der Hose“ hätte da keiner.
(Quellen: diverse Artikel in FAZ und FAS)
Wenn mir jemand gesagt hätte, dass es in den USA in einer 4. Welle 85.000 Hospitalisierungen wg. schwerer Verläufe gibt, obgleich es überall kostenlose, sehr sichere, hocheffektive Vakzine gibt, die den Geimpften zu über 90% vor ebenjenen schweren Verläufen schützen – ich hätte es nicht geglaubt. Es würde mich allerdings nicht wundern, wenn dies auch das Basis-Template für einen deutschen Herbstverlauf darstellt. Wie viele Synapsenfehlschaltungen muss man eigentlich haben, um zu der unfassbar dummen Chance/Risiko-Einschätzung zu kommen, dass die Impfung gefährlicher ist als die Krankheit. Und für diejenigen, die sich nicht ab jetzt bis zu ihrem Lebensende hermetisch isolieren, wird es nur Impfung oder Erkrankung (und dann womöglich mit lebensgefährlichen Verläufen und/oder Long-Covid Symptomen) geben. Aber vielleicht sollten wir einfach dem brillanten Vorschlag von Perscheid folgen, dann wird sicher wieder alles gut.
„Wie viele Synapsenfehlschaltungen muss man eigentlich haben, um zu der unfassbar dummen Chance/Risiko-Einschätzung zu kommen, dass die Impfung gefährlicher ist als die Krankheit.“
Das will mir auch ums verrecken nicht ins Hirn…. sorry, aber anscheinend sind Leute einfach zu dumm für Matghematik, Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung, anders kann ich es mir nicht erklären. „Bauchgefühl“ zählt mehr als Z-D-F (Zahlen-Daten-Fakten), ganz schlimm, und erklärt auch jede Menge anderen Hokuspokus….
Der Perscheid-Comic ist super, danke
Und so wahr….